
Programmierung:
Die wechselnde Bearbeitung bedeutet, dass das Bohren im Anschluss an verschiedene Operationen (einschließlich Drehen) durchgeführt wird. Da sich der Bezugspunkt für die Bohrung am Nullpunkt des Teils befindet und die Programmierung stets absolut zu diesem Nullpunkt erfolgt, muss das Teil zum Bohren zurückgezogen werden, sodass die Stangenführung nicht mehr gewährleistet ist. Um dies zu vermeiden und um zu verhindern, dass das Teil beim Aufruf der Bohrfunktion (Operation 1:7) bewegt wird, muss eine zusätzliche Geometrie T91 verwendet werden, die in Z-Richtung an das Niveau ihrer Geometrie angepasst wird.
Tipp:
Der Wert Z der T91-Geometrie muss nach folgender Formel ermittelt werden:
- Z = (LETZTER IN Z-RICHTUNG PROGRAMMIERTER WERT FÜR DIE OPERATION VOR DER BOHRUNG)
+ (STANDARDGEOMETRIE IN Z-RICHTUNG KAMM 1 UND 2)
Die Geometrie T91 muss dem letzten Träger zugewiesen werden, der in der Operation vor der Bohrung verwendet wurde.
Beispiel 2 (für DECO 13a):
Bohrung mit Werkzeug T31 (nach Drehen) mit einem Durchmesser von 8 mm, Länge 35 mit Werkzeug T12.
| ISO-Code der Operationen |
| |
| Operation 1:6 |
Drehen Ø 8 Länge 35 |
| ISO-code: |
G1 Z=1 G100 |
|
G1 X1=5 G100 |
|
G1 Z1=0.5 F0.2 |
|
G1 Z1=-1 X1=8 F0.05 |
|
G1 Z1=-35 F0.2 |
|
G1 X1=12 F0.07 |
|
G1 Z1= -36 X1=14 F0.05 |
|
G1 X1=20 G100 |
| Operation 1:7 |
Positionierung Z1=1, T91 |
| ISO-code: |
G1 Z1=1 G100 T91 |
| Operation 5:1 |
Makro G915 |
| ISO-code: |
G915 |
| Operation 3:3 |
Positionierung Z3=1, T31 |
| ISO-code: |
G1 Z3=1 G100 T31 |
| Operation 1:8 |
Bohrung Z1 |
| ISO-code: |
G1 Z1=-15 F0.05 |
|
G1 Z1=1 G100 |
Geometrie des Werkzeugs T91/T95
Geometriewert in Z-Richtung:
(letzter in Z-Richtung programmierter Wert der Operation 1:6) + (Standardgeometrie) (-36) + (-25) = -61
ACHTUNG: Geometrie T91 dem Träger 12 zuweisen. Dieser entspricht dem letzten vor der Bohrung verwendeten Werkzeug!
THINK PARTS THINK TORNOS
privacy - copyright-disclaimer © 1997 - 2008 - Tornos - eMail:
ascl.com
|