Drehen im "Schruppen-Schlichten" Modus

Die Bearbeitung von Werkstücken mit einer bedeutenden Spantiefe verursacht manchmal Probleme. In einigen Fällen ist eine Bearbeitung im Modus Schruppen - Schlichten
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Drehen im "Schruppen-Schlichten" Modus

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Die Bearbeitung von Werkstücken mit einer bedeutenden Spantiefe verursacht manchmal Probleme. In einigen Fällen ist eine Bearbeitung im Modus "Schruppen-Schlichten"

Wir zeigen Ihnen an zwei Beispielen, wie's funktioniert:
Stangendurchmesser : 10 mm
Drehdurchmesser Rohteil : 7 mm
Drehdurchmesser Fertigstellung : 6 mm
Drehdurchmesser


Bei beiden Beispielen ist der Stangendurchmesser sowie der Drehdurchmesser gleich:

Erstes Beispiel:
In diesem Beispiel haben die Werkzeuge nicht dieselbe Geometrie wie in Z. Tatsächlich steht das Rohteilwerkzeug (T21) vor dem Fertigstellungswerkzeug (T11).

Die Lösung:

Der Fertigstellungsmeissel muss in seinem Werkzeugträger während der Voreinstellung gegenüber dem Rohteilmeissel mechanisch verlegt werden. In unseren Beispiel um 0.2 mm.
Die Lösung


pre-setting


Programm:
Verriegelung der Achsen X1 und X2 in Spiegelfunktion:
Eingriff 1.5 : Indexierung des Schlichtwerkzeuges in X und Positionierung der Stange in Z.
G1 G100 Z1=0.5 T11
G1 G100 X1=6
Eingriff 2.2 : Indexierung des Schruppwerkzeuges in X (grösserer Umfang in X)
G1 G100 X2=7 T21
Eingriff 1.6 : Drehen
Eingriff 2.5 : Schruppwerkzeugausgang in X
Eingriff 1.7 : Ende des Drehens mit Schlichtwerkzeug


markDas Ergebnis
Durch diese Lösung entstehen zufriedenstellende Oberflächengüten, die aber, wenn höchste Präzision gefordert ist, die Anwendung eines Tricks erfordern (diesen verraten wir Ihnen im zweiten Beispiel).

a) Das erste Beispiel hat nämlich einen kleinen Nachteil. Wenn der Schruppmeissel seine Bearbeitung beendet hat, muss die Bewegung in Z unterbrochen werden, um dem Werkzeug den Rückzug aus dem Werkstück zu ermöglichen. Während dieser Zeit, "reibt" der Schlichtmeissel auf dem Material. Dies erzeugt an der Stelle einen Abdruck (siehe Abbildung oben). Falls man die Bewegung in Z nicht unterbrechen möchte, muss die Seite später mit dem Schlichtmeissel retuschiert werden. Dadurch kann am Schnittpunkt der Länge und des Durchmessers ein kleiner Fehler entstehen.

b) Diese Art der Programmierung gestattet es nicht, die Funktionen der Korrektur des Wendeplattenradius G41 und G42 für die Schlichtkontur (Eingriff 1:6) anzuwenden. Tatsächlich wird das Ende der Kontur im Eingriff 1:7 nach dem Rückzug des Schrupplmeissels realisiert, die Funktion G41 oder G42 muss nach Ende des Eingriffes 1:5 aufgehoben werden.

Zweites Beispiel:

In diesem Beispiel existiert das zuvor beschriebene Problem nicht. In diesem Fall ist es der Schlichtmeissel (T11) der vor dem Schrupplwerkzeug (T21) steht. Der Schlichtmeissel nimmt nur eine dünne Schicht der Spantiefe ab.. Wie im vorhergehenden Beispiel ist es der Schlichtmeissel, der den grössten Teil des Materials abträgt.

Der Kunstgriff:

Der Schruppmeissel muss in seinem Werkzeugträger während der Voreinstellung gegenüber des Schlichtmeissels mechanisch versetzt werden. In unserem Beispiel um 0.4 mm.
Kunstgriff


offset


Programm:
Verriegelung der Achsen X1 und X2 in Spiegelfunktion:
Eingriff 1.5 : Indexierung des Schlichtwerkzeuges in X und Positionierung der Stange in Z.
G1 G100 Z1=0.5 T11
G1 G100 X1=6
Eingriff 2.2 : Indexierung des Schruppwerkzeuges in X (größerer Umfang in X)
G1 G100 X2=7 T21
Eingriff 1.6 : Komplettes Drehen mit Rückzug der Werkzeuge.


Auf diese Weise ist am Ende des Drehens kein Stopp erforderlich, da das Schlichtwerkzeug sich in Z vor dem Schruppwerkzeug befindet. Z


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